Schüssler-Salze

Im Jahre 1873 veroffentlichte der Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) in der “Allgemeinen Homoopathischen Zeitung” einen Artikel mit der Bezeichnung “Eine abgekürzte Homoopathische Therapie”, in der er 12 Salze (später “Schüßler-Salze” genannt) zur Therapie von fast allen Krankheiten für ausreichend hielt. Zu den 12 Grund-Salzen gesellten sich im Laufe der Zeit noch 12 Ergänzungssalze hinzu.

Wirft man einen Blick auf die Google Trend Charts für die Suchwort Kombination Schüssler Salze, so weist die Kurve unverkennbar einen Aufwärtstrend auf.

Schuessler Salze Trendchart

Demnach nimmt das Interesse an Schuessler-Salzen zu. Wenn man hingegen die Trendkurven für Nahrungsergänzung oder Homoopathie betrachtet, so scheint es auf diesen Sektoren eher abwärts zu gehen. Ob sich das durch entsprechende Werbung für Schüssler-Salze oder einen heimlich schleichenden Bio-Trend erklären läßt?

Apropos Werbung, was auffällt ist die große Sprachvielfalt. Es gibt locker ein halbes Dutzend verschiedene Schreibweisen für die Schüssler Salze. Leider sind die Daten der Keywort-Datenbank bezüglich der Umlaute und dem ß etwas verfälscht, insofern kann damit auf die absoluten Häufigkeiten nicht zurück geschlossen werden. Es scheint jedoch so, als würde die Zwei-Wort Schreibweise “Schüssler Salze” doppelt so häufig gesucht als die Einwort-Schreibweise “Schüsslersalze” und 4 mal so häufig als die Bindestrich-Variante “Schüssler-Salze”. Mit ss ist zudem geläufiger als mit ß (Schüßler Salze) und mit ü braucht man ofters als ue (Schuessler Salze).

schuessler-salze-flasche.jpg

Muss man das wissen? Nicht zwingend, doch sollte man jemals über die Optimierung in Suchmaschinen oder die Buchung von Keywords via AdWords nachdenken, so kann die Kenntnis der Verhältnisse helfen, den einen oder anderen Euro zu sparen. Immerhin kann man bei AdWords locker mal 50 Cent für den Schüsslersalze-Klick bezahlen, ein Ausweichen auf andere Kombinationen oder gar Rechtschreibfehler kann da deutlich Geld sparen helfen.

Über die Wirkung der Salze wird auch immer wieder diskutiert, sie sollen beim Abnehmen oder gegen eine Erkältung helfen, aber wissenschaftlich belegt ist die Wirkung wohl nicht.

Einkaufen kann man die Salze entweder in der Apotheke um die Ecke, im Online-Shop und selbst bei Ebay gibt es Mengen von Schüssler Salzen im Angebot.

Hexenschuss

Vor zwei Wochen hat mir eine Hexe beim Tischtennis-Spiel hinterrücks in den Rücken geschossen. Mittlerweile hat sich der Hexenschuss halbwegs gelost, ich war gestern das erste mal wieder leicht trainieren und habe es ganz gut weggesteckt. Doch noch ist Vorsicht, Gymnastik und Massage angesagt.

Bislang hatte mich das Thema nicht wirklich interessiert, doch wenn es einen selber getroffen hat, dann ist man auf einmal darauf sensibilisiert. Deshalb blieb mein Blick auch sofort am Hexenschuss Beitrag vom Weltherrscher hängen. Zufall, Schicksal, System? Also Zeit für einen Blick in die Google Trends Glaskugel zum Hexenschuss:

Hexenschuss

Ein Blick auf den Kurvenverlauf legt die Vermutung nahe, dass der Hexenschuss zum Teil mit den Witterungsbedingungen korreliert. Anfang des Jahres sind auf jeden Fall hohere Nachfragewerte vorhanden. Leider sind die Zahlen für 2005 unvollständig und nicht wirklich brauchbar, aber vielleicht bringt ja ein späteres Update der Statistik mehr Klarheit.

Witzig auf jeden Fall die regionale Häufung der Nachfragen. Die meisten Rückenprobleme scheinen die Eidgenossen in Zürich zu haben, gefolgt von den Kolnern, Hamburgern und den Hannoveraner Bürgern. Bei den Kolnern ist es klar, die sind alle Opfer des Karnevals. Während eines Karneval-Umzugs soll schon so mancher ne Hexe geschossen haben. Und das ist auch kein Wunder, die Hexen laufen zu der Zeit in Massen durch die Straßen der Stadt ;-)

    Hexenschuss (regionales Chart)
  1. Zurich, Switzerland
  2. Cologne, Germany
  3. Hamburg, Germany
  4. Hannover, Germany
  5. Vienna, Austria