Valentinstag
Am 14. Februar war Valentinstag und ich habe kaum was davon mitbekommen. Erst als mir meine Frau eine kleine Schokolade überreichte wurde mir klar, um was für einen Tag es sich handelte. Der Valentinstag wird bei uns und in einigen weiteren Ländern als Tag der Liebenden gefeiert. Die Süßwaren-Hersteller und Floristen wird’s freuen.
Später habe ich mir mal die Google Trends für den Begriff Valentinstag angesehen. Ich muss zugeben, ich habe den Tag unterschätzt. Beim Vergleich vom Valentinstag mit dem Muttertag und Vatertag erlebte ich eine kleine Überraschung.
Ich hätte nicht erwartet, dass der Valentinstag bei den Google Suchanfragen den Muttertag so klar hinter sich läßt. Wäre interessant zu erfahren, ob sich diese hohe Nachfrage in den Suchmaschinen auch entsprechend auf die Nachfrage und den Umsatz im wirklichen Leben übertragen hat.
Google AdSense
Unbestritten ist Google AdSense das Werbemittel der Stunde, des Jahres und vielleicht sogar des Jahrzehnts. Google hat sein AdSense Programm im März 2003 gestartet und am 18. Juni 2003 auch für den einfachen Webmaster geoffnet. Seitdem hat sich Google AdSense zum beliebtesten Werbemittel schlechthin entwickelt und spült mittlerweile Milliarden von Dollars in die Kassen des Suchgiganten.
Aber nicht nur Google verdient viel Geld mit seinem Adsense Programm, Zigtausende von Webseiten-Besitzern profitieren davon. Im selben Umfang, wie Google Geld verdient, konnen auch alle anderen AdSense-Nutzer Geld verdienen. Von den Milliarden Dollar Werbeeinnahmen gehen große Anteile als Ausschüttung zurück an die unzähligen kleinen und großen Programm-Teilnehmer.

Verlauf des Google Trends für die Suchanfrage nach AdSense.
Kein Wunder also, dass sich der Begriff AdSense seit Beginn des Dienstes großer Beliebtheit erfreut und die Nachfrage seitdem beständig gestiegen ist. Viele würden sicher gerne 3000 Euro und mehr im Monat mit Adsense verdienen, aber ich finde, selbst die Refinanzierung der eigenen Webhosting-Kosten konnte für den Anfang ein attraktives Ziel sein. Und das ist oft leichter als mancher glauben mag. Zumindest dann, wenn signifikante Besuchermengen auf der eigenen Webpräsenz vorhanden sind.
Ich glaube, jeder Webseiten-Betrieber mit ein paar Dutzend täglichen Besuchern kann es innerhalb weniger Wochen schaffen, täglich einen Dollar mit Hilfe von Google AdSense zu verdienen. Das wäre doch keine schlechte Basis für die weitere Geschäftsentwicklung, oder
Britney Spears
Eigentlich wollte ich schon lange mal über Britney Spears schreiben. Denn alle tun es. Auf der anderen Seite konnte mich diese Frau nie faszinieren. Und den Rummel um ihre Person konnte ich auch nie nachvollziehen. Wäre sie nur brav Sängerin geblieben. Doch das war ihr wohl zu langweilig. Und der Presse und den Medien wohl auch. Die wollen Auflage, wollen Einschaltquoten und wollen Geld.
Ob Britney heiratet, ein Album rausbringt, schwanger wird, sich scheiden lässt, Sex Videos produziert oder in die Entzugsanstalt einfährt, die Medien sind immer dabei. Eine bedrückende Sache, ganz besonders wenn man mit sich selbst nicht ins Reine kommt. Und jetzt ist das Mädel wohl ganz durchgetickt und hat sich eine Glatze rasiert: Spears mit Glatze und Tattoo.
Ziemlich finster, Britney ist gerade einmal 25 Jahre alt und total auf dem absteigenden Ast. Und das sowohl nervlich als auch im Volks-Interesse. Die Google Trends für Britney Spears belegen das. Kontinuierlicher Rückgang bei den Suchanfragen, daran ändern auch kleine Skandälchen nichts mehr.
Wo soll das noch enden? Ich weiss es nicht, Britney weiss es nicht, keiner weiss es. Mich würde es nicht wundern, wenn Britney Spears ihrer Kollegin Anna Nicole Smith nacheifern würde und nicht mal ihren 26. Geburtstag erlebt. Ist das nicht traurig. Sie ist reich und berühmt. Sie hat mit 25 Jahren schon alles erreicht – und ist doch schon am Ende.
Hexenschuss
Vor zwei Wochen hat mir eine Hexe beim Tischtennis-Spiel hinterrücks in den Rücken geschossen. Mittlerweile hat sich der Hexenschuss halbwegs gelost, ich war gestern das erste mal wieder leicht trainieren und habe es ganz gut weggesteckt. Doch noch ist Vorsicht, Gymnastik und Massage angesagt.
Bislang hatte mich das Thema nicht wirklich interessiert, doch wenn es einen selber getroffen hat, dann ist man auf einmal darauf sensibilisiert. Deshalb blieb mein Blick auch sofort am Hexenschuss Beitrag vom Weltherrscher hängen. Zufall, Schicksal, System? Also Zeit für einen Blick in die Google Trends Glaskugel zum Hexenschuss:
Ein Blick auf den Kurvenverlauf legt die Vermutung nahe, dass der Hexenschuss zum Teil mit den Witterungsbedingungen korreliert. Anfang des Jahres sind auf jeden Fall hohere Nachfragewerte vorhanden. Leider sind die Zahlen für 2005 unvollständig und nicht wirklich brauchbar, aber vielleicht bringt ja ein späteres Update der Statistik mehr Klarheit.
Witzig auf jeden Fall die regionale Häufung der Nachfragen. Die meisten Rückenprobleme scheinen die Eidgenossen in Zürich zu haben, gefolgt von den Kolnern, Hamburgern und den Hannoveraner Bürgern. Bei den Kolnern ist es klar, die sind alle Opfer des Karnevals. Während eines Karneval-Umzugs soll schon so mancher ne Hexe geschossen haben. Und das ist auch kein Wunder, die Hexen laufen zu der Zeit in Massen durch die Straßen der Stadt
- Hexenschuss (regionales Chart)
- Zurich, Switzerland
- Cologne, Germany
- Hamburg, Germany
- Hannover, Germany
- Vienna, Austria
Detektiv – ein spannender Beruf
Stundenlang im Auto sitzen und Verdächtige observieren, Fotos oder Filmmaterial als Beweis liefern, Schreibtischarbeit – mit der klassischen Detektiv-Figur des Sherlock Holmes haben heutige Privatermittler kaum noch etwas zu tun. Auch die leicht eigenbrotlerische Ader der Figur von Sir Arthur Conan Doyle passt nicht mehr in das moderne Detektivbild. Wohl aber sein scharfer Verstand und ein weit gefächertes Wissen. Denn Detektive kommen in vielen Bereichen zum Einsatz.
Der Ursprung des Wortes Detektiv, das lateinische detegere für entdecken und aufdecken, gibt erste Anhaltspunkte, mit welchen Aufgaben sich private Ermittler beschäftigen. Sie haben in erster Linie Beweise zu liefern, die den Verdacht ihres Auftraggebers erhärten und notfalls auch vor Gericht zugelassen werden. Dazu nutzen sie eine Reihe von Mitteln und Wegen, die sich durchaus in der Grauzone bewegen. Denn nicht alle Informationen, die sie für ihre Arbeit benotigen, lassen sich schnell und einfach auf legalem Weg besorgen. Hier hilft häufig ein privates Netzwerk, um beispielsweise Halter von Fahrzeugen zu ermitteln.
Zum Einsatz kommt ein Privatdetektiv meistens dann, wenn der Auftraggeber Polizei oder Staatsanwaltschaft noch nicht einschalten mochte. Das kann im privaten Sektor bei Ehe- und Erbschaftsstreitigkeiten sowie bei Sorgerechts- und Unterhalts-Angelegenheiten der Fall sein. Doch auch die Wirtschaft greift immer häufiger auf Detektivbüros zurück, um entweder Mitarbeiter überwachen zu lassen – etwa wenn der Verdacht auf Schwarzarbeit trotz Krankmeldung besteht -, um Informationen über Schuldner einzuholen oder wenn vermutet wird, dass Werksspionage betrieben wird.
Dazu steht Detektiven heute modernste Technik zur Verfügung, von der Minikamera, die den Kassenbereich überwacht, bis hin zu Abhorvorrichtungen, die auch über mehrere hundert Meter funktionieren. Da viele Aufträge einen 24-stündigen Einsatz erfordern, arbeiten private Ermittler häufig in Teams. Nur so lässt sich die Observation auch mehrerer Personen bewerkstelligen, ohne aufzufallen.
Eine einheitliche Ausbildung zum Detektiv gibt es derzeit nicht, zumal der Beruf des Detektivs nicht einmal im Berufsbildungsgesetz erwähnt wird. Viele Privatdetektive sind Seiteneinsteiger, kommen von der Polizei, dem Grenzschutz oder der Bundeswehr. Nicht verwechseln sollte man einen Privatermittler mit einem Laden- oder Kaufhausdetektiv. Denn dabei handelt es aus rechtlicher Sicht um Bewacher.
Anbei der Verlauf der Google Trend Kurve (eingeschränkt auf die Region Deutschland) für den Suchbegriff Detektiv. Demzufolge scheint die Nachfrage im letzten Jahr ein wenig gesunken zu sein. Wäre interessant zu erfahren, ob sich das auf den Verkauf von Detektiv-Romanen, die Nachfrage nach Detektiv-Filmen oder die Beauftragung von Detektivbüros ausgewirkt hat.
DSDS – Deutschland sucht den Superstar
Deutschland sucht den Superstar (DSDS) ist eine deutsche Castingshow, die erstmals im Herbst 2002 vom Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde. Sie basiert auf der britischen Sendung Pop Idol, einem Konzept, das weltweit erfolgreich lizenziert wurde (z.B. als American Idol in den USA oder La Nouvelle Star in Frankreich). In Deutschland wird die Sendung von Grundy Light Entertainment produziert. Quelle Wikipedia.
DSDS ist ein Phänomen. Ein Massenphänomen. Nur hat mich das bislang nicht interessiert. Da nun aber schon die vierte Superstar-Staffel angerollt ist, habe ich mir überlegt, dass es nicht uninteressant sein konnte, sich den Verlauf der Suchanfragen für DSDS in Google mal näher anzuschauen.
Die erste Staffel liegt leider außerhalb des Google-Trends Zeitfensters. Damit kann jetzt aufgrund der vorliegenden Zahlen keine Aussage zum Erfolg der Sendung gemacht werden. Bei der zweiten DSDS-Staffel sieht das schon anders aus, diese startete im Herbst 2003 und endete mit dem Finale am 13. März 2004. Der Blick auf die Google Trendcharts macht klar, dass die zweite Staffel kein großer Erfolg gewesen sein kann. Die Ausschläge in der Nachfrage-Kurve sind deutlich geringer als bei der dritten DSDS-Staffel, die vom 16. November bis zum 18. März 2006 lief.
Der Erfolg der dritten Staffel war denn auch Grund genug, eine vierte Staffel zu starten. Momentan laufen irgendwelche Top 20 – Shows ab, in denen die Kandidaten versuchen, einen Platz in der Top 10 zu ergattern. Das Finale der vierten Staffel ist für den 5. Mai 2007 geplant. Warten wir also noch ein Weilchen und schauen uns den Verlauf dieser Show beim nächsten Trend-Durchlauf an.
Kabarett – eine Kunstform mit Geschichte
Eine kleine Bühne in einem Theater oder in einer Gaststätte, Publikum und Künstler, die etwas zu erzählen haben: Ganz so einfach lässt sich Kabarett nicht in Worte fassen. Kabarett ist eine Kunstform, die sich in den vergangenen einhundert Jahren entwickelt und vor allem stetig weiterentwickelt hat. Was im Kleinen begann, hat mittlerweile den Weg ins Abendprogramm der Fernsehsender gefunden und spricht eine stetig wachsende Fangemeinde an.
Die Geschichte des Kabaretts nimmt ihren Lauf in Paris. Die 1880er Jahren waren es, in denen Rolphe SalÃs das „Cabaret Artistique“, später bekannt als „Le Chat Noir“ gründete. Künstler nutzten das Forum, um ihr Programm vor Kennern, allesamt Berufskollegen zu testen. In Deutschland dauerte es ein wenig länger, bis das erste Kabarett seine Pforten offnete. Ernst von Wolzogen machte mit dem „Überbrettl“, aus dem das „Bunte Theater“ wurde, von sich reden. Zu den Stars, die seinerzeit das Publikum begeisterten, gehorte unter anderem Otto Reutter.
Mit der Theaterzensur während des Kaiserreiches war dem Kabarett vorerst ein Riegel vorgeschoben. So dauerte es bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, ehe Kabarett seine Blüte erlebte, indem Politik und soziale Strukturen thematisiert wurden. Texte lieferten beispielsweise so bekannte Autoren wie Klaus Mann, Erich Kästner und auch Kurt Tucholsky. Mit dem Naziregime kam es zur nächsten Zwangspause, die erst durch die Besatzungsmächte aufgehoben wurde, unter anderem um den Menschen das Grauen der Kriegszeit vor Augen zu führen. Von da an war es nur ein kurzer Weg, bis das noch heute bekannte politische Kabarett erste Erfolge feierte. Hanns Dieter Hüsch, Dieter Hildebrandt, Klaus Havenstein oder „Die Stachelschweine“ wurden zu Stars der Szene. Sie prangerten unverblümt die Regierung und generell die Politik an. Eher mit Wortwitz zu überzeugen wusste später Heinz Erhardt.
Die grobe Zweiteilung in literarisches Kabarett, das mit Prosa, Liedern und Gedichten aufwartet, und politisches Kabarett, das mit Sketchen, Parodien und Satiren arbeitet, gilt noch heute, hat allerdings eine Reihe von Ablegern erhalten. Das zeigt sich an Künstlern wie Mario Barth oder Martin Schneider. Sie erzählen mit ganz eigenem Stil hauptsächlich aus dem eigenen Leben.
Anbei die Google Trend Kurve für den Suchbegriff Kabarett. Leicht zu sehen, dass der Begriff vor allem in der kalten Jahreszeit Saison hat. Zudem scheint die Nachfrage im Jahre 2006 im Vergleich zu den beiden Vorjahren leicht nachgelassen zu haben. Sehr schade, und schwer zu sagen, was die Ursachen dafür sein mogen.







