Einkommenssteuer vs Einkommensteuer

Im aktuellen Duden wird zuerst der Begriff Einkommenssteuer gelistet, gefolgt von dem Hinweis auf die alternative fachsprachliche Bezeichnung Einkommensteuer. Gemäß Duden sind also beide Schreibweisen zulässig.

Laut Wikipedia versteht man unter der Einkommensteuer (Abkürzung: ESt) eine Steuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Die Rechtsgrundlage befindet sich im Einkommensteuergesetz (EStG).

Mogliche Erhebungsformen der Einkommensteuer sind die Lohnsteuer, die Kapitalertragsteuer, die Bauabzugsteuer und die Aufsichtsratsteuer. Sie werden auch als „Quellensteuern” bezeichnet, da sie direkt an der Quelle abgezogen werden.

Dem Wikipedia Eintrag kann man auch den Hinweis entnehmen, dass die Variante mit zwei s in der offiziellen Recht(s)sprache nicht verwendet wird. Interessant ist es nun zu sehen, wie sich das auf die Suchanfragen in Google auswirkt.

Einkommenssteuer Trends
Google Trends Anfrage für Einkommenssteuer vs Einkommensteuer

Der Kurvenverlauf zeigt im Wesentlichen zwei Anstiege bei der Nachfrage, einmal zum Jahreswechsel und einmal zum 31. Mai (offiz. Abgabetermin) hin, der 30. September (bei Abgabe über einen Steuerberater) fällt hingegen nicht auf. Glaubt man den Zahlen von Google Trends, dann sucht die deutsche Bevolkerung ca. 40% seltener nach Einkommenssteuer als nach Einkommensteuer. Witzig, ich frage mich jetzt, warum der Duden dann nicht die geläufigere Variante als Erstes listet.

Lokale Einkommenssteuer Verteilung

Beim Blick auf den regionalen Part der Trendcharts ergibt sich eine kleine Überraschung. Zwar suchen in den großen Städten München, Hamburg und Berlin anteilig die meisten Menschen mit der Schreibweise Einkommenssteuer (blauer Balken), aber zum Osten Deutschlands hin scheinen sich die Verhältnisse der beiden Schreibweisen zu verschieben. In Halle liegen beide Schreibweisen gleich auf, in Dresden und Leipzig überwiegt sogar die Variante mit dem doppelten s.

Anscheinend ist der Osten Deutschlands noch nicht lange genug dem typischen Behorden-Deutsch ausgeliefert gewesen, aber ich rechne auch hier mit wenig Widerstand und baldigen Anpassungen ;-)

Dieser Beitrag greift einen Kommentar von Robert Hartl auf, in welchem er auf das obige Wortpaar hinwies.

Meinten Sie Notbook?

Die Suche nach Notebooks im Internet scheint ungebremst und ab und zu schleicht sich schon mal ein Rechtschreibfehler in die Suchanfragen ein. Anstatt Notebook wird in 1-2% der Fälle nach Notbook gesucht. Die Annahme, dass der Suchende bei Eingabe des Begriffs “Notbook” in Wirklichkeit auf eine kleine portable Rechenmaschine aus ist, liegt nahe. So nahe, dass Google über seine Suchergebnisse noch den Korrekturvorschlag “Meinten Sie: notebook” stellt und dem Suchenden damit einen guten Hinweis auf einen moglichen Irrtum gibt.

Notbook Trendkurve
Google Trend für notbook(s)

Doch nicht immer muss es sich um einen Irrtum handeln, denn seit einiger Zeit etabliert sich der Begriff auch im Bücher-Sektor. Notbooks sind dort Not-Books, also Nicht-Bücher. Bücher, die es gar nicht gibt. Bücher mit Titeln, die es nicht gibt und Bücher mit Inhalten, die keine sind. Denn ein Notbook ist nichts anderes als ein schick eingebundenes Notizbuch.

Folglich gibt es nun auch User, die nach diesem papiernen Notbook suchen. Und noch besser, es gibt sogar einen Wettbewerb für Notbooks, bei dem nach witzigen Titeln für die Not-iz-Bücher gesucht wird. Ausrichter ist Abebooks, der Wettbewerb endet am 22. April 2007. Wer sich für kreativ hält, der sollte sich dort mal versuchen ;-)

Noch eine Randbemerkung zur obigen Trendkurve. Wer dem obigen Link zu den notbook Google Trends folgt, der kann bei der Städte-Statistik eine interessante geographische Häufung entdecken. Spekulation dazu überlasse ich dem geneigten Leser :)

Sofortkredit

Diesmal ein Trend aus dem Bereich Finanzen. Nachdem Kredite in 2005 noch schwer nachgefragt wurden, scheint seit Anfang 2006 der Trend leicht rückläufig zu sein. Das spiegelt sich selbstverständlich auch in den vielen Kredit-Unterbegriffen wie “Sofortkredit”, “Online Kredit” oder “Kredit ohne Schufa” wider. Zwar geht der Trend im Banken- und Kreditwesen immer mehr hin zur Abwicklung über das Internet, doch in Summe scheint die Online Kredit Nachfrage zu sinken.

Dieser Trend ist wohl zum großten Teil auf die positive Konjunktur-Entwicklung zurückzuführen und für den armen Mann auf der Straße nur zu begrüßen. Die Banken dürfte das weniger freuen. Auch der schnelle Kredit für die Not, der Sofortkredit, ist von dieser Entwicklung betroffen, wie ein Blick auf die Google Trendkurve für die Sofortkredit-Suche im Internet zeigen sollte.

Sofortkredit Trendkurve

Ein Blick auf die lokale Verteilung der Sofortkredite Suchanfragen bringt folgende Städte-Rangliste ans Tageslicht:

  1. Bayreuth
  2. Halle
  3. Magdeburg
  4. Erfurt
  5. Leipzig

Noch ein Hinweis, trotz seines Namens braucht so ein Sofortkredit einige Zeit, bis das Geld auf dem Zielkonto angekommen ist. Es vergehen locker mal 5 Tage bis es so weit ist, die Geschichte vom telefonischen Sofortkredit darf man nicht wirklich wortlich nehmen.

Berufsunfähigkeitsversicherung versus Unfallversicherung

Es gibt viele Risiken und fast ebenso viele Versicherungen zum Schutz gegen diese Risiken. Beim Lesen des Artikels Unfallversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung auf Versicherungen News stellte sich mir die Frage, welche dieser Versicherungen nachgefragter ist. Zum Glück gibt gibt es ja Google Trends: Unfallversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung.

Unfall vs BU

Die Unfallversicherung ist somit in der Gunst der Google Suchenden klarer Sieger gegenüber der Berufsunfähigkeitsversicherung. Lediglich im November 2004 hatte sich die Berufsunfähigkeitsversicherung mal bis auf wenige Prozentpunkte an die Unfallversicherung heran geschlichen. Ansonsten weist die Statistik eine beinahe doppelte so hohe Nachfrage für die Unfallversicherung aus. Ob man beide Versicherungen braucht, ist nicht so einfach zu entscheiden. Ein wenig weiter hilft bei dieser Frage aber z.b. BU-Financial.