Der neue e-Trend – Elektro schlägt Electronic

Ursprünglich geht das e im Namen von e-trend.de auf den Wortbestandteil electronic zurück, wie er im Begriff e-business Verwendung findet. Was waren wir stolz auf unseren Namen. Lang ist es her. Seinerzeit gipfelte der e-business Wahn in einem Hype rund um die New Economy, welcher mit dem Kollaps des neue Marktes ein unrühmliches Ende fand. Seit dieser Zeit sind nicht nur Aber-Milliarden an Dollars und Euronen verbrannt worden, auch der Glanz und Klang des kleinen Buchstaben e wurde deutlich in Mitleidenschaft gezogen.

Doch jetzt, nach 12-15 Jahren, hat sich ein neuer e-Trend in unser aller Leben geschlichen. Der Elektro-Trend: E-Bikes, E-Roller und E-Autos. Elektrische Fahrräder gehören mittlerweile zum Alltag, sei es als Pedelec oder als E-Bike. Sie machen so die ältere Generation ein Stückchen mobiler. Auch Elektroroller und Elekto-Rasenmäher ziehen immer öfter in unsere Haushalte ein und sorgen so für weniger Lärm und mehr Umweltfreundlichkeit. Und der spannendste Teil der Elektromobilität fehlt noch. Das Elektroauto.

Noch wartet das E-Auto auf seinen Durchbruch. In seinem Windschatten wird es eine Menge weitere Umwälzungen hinter sich herziehen. Car-Sharing Modelle, Selbstfahrende Fahrzeuge, totale Vernetzung, von den Auswirkungen auf die Automobil-Industrie und unsere Gesellschaft mal ganz zu schweigen. Auch der Siegeszug der LED-Lampe wird nicht mehr aufzuhalten sein. Zu viele Vorteile sprechen für die neue e-Birne.

Parallel zu diesen Strömungen wird eine weitere elektrische Komponente einen immer größeren Einfluss auf die weitere e-Entwicklung haben. Der Akku bzw. die Wiederaufladbare Batterie. Mit zunehmender Kapazität und abnehmendem Gewicht und Preisen, wird der Akku regelrecht zum Katalysator für die anderen e-Technologien. Das Ganze ist nur noch eine Frage der Zeit. Dann reiten wir alle den neuen e-Trend.

Bitcoins – ein irrer Trend

Ein Blick auf das Suchvolumen für die Begriffe Bitcoin und Bitcoins zeigt ganz deutlich, wie stark das Interesse an dieser noch relativ jungen digitalen Währung derzeit ist.

Der Grund für das gesteigerte Interesse dürfte im rasanten Kursanstieg der Bitcoins liegen. Vor Kurzem wurde die 1000 $ Grenze durchbrochen, ziemlich krass für eine Währung die erst vor ein paar Wochen die 250 $ Marke gerissen hat. Die ersten Bitcoins rollten übrigens vor knapp 5 Jahren durchs Internet. Es brauchte dann aber noch mal 2 Jahre, bis ein erstes öffentliches Interesse an der virtuellen Währung aufkam.

Vieles an der neuen digitalen Münze ist seltsam. So ist der Name des vermeintlichen Bitcoin Erfinders Satoshi Nakamoto wahrscheinlich nur ein Pseudonym. Wie vertrauenswürdig ist das denn? Ebenfalls seltsam ist die künstliche Begrenzung auf 21.000.000 Münzen und die Art und Weise, wie das digitale Geld geschaffen wird. Man spricht von Bitcoin Mining. Erinnert nicht rein zufällig an gute alte Goldgräber-Zeiten und das meist mühselige Geschäft des Goldschürfens.

Was mich ebenfalls skeptisch stimmt, ist das mathematische Modell hinter den digitalen Münzen. Die Idee entstammt dem Gebiet der Kryptografie und ist sicher so komplex, dass 99,99% der Bevölkerung nicht mal im Ansatz die dahinterliegenden Prinzipien durchschauen. Wer weiß, vielleicht hat der Erfinder selber eine Hintertür im Algorithmus offen gelassen, oder das Mathematische Modell hat Schwächen und kann gewissermaßen von Innen ausgehebelt werden.

Nachdem sich mittlerweile softe Waren und andere Dinge mit Bitcoins kaufen lassen, diese sogar wie andere Devisen gehandelt werden, man in Euro und Dollar diese kaufen kann, haben sie sich leider auch zu einem irren Spekulationsobjekt gemausert. Irgendwie erinnern mich die Bitcoins an die Geschichte vom holländischen Tulpenmarkt. Und so wird das Schicksal der digitalen Münze m. E. seinen vorhersehbaren Verlauf nehmen.

Händler: „Du wollen Tulpen kaufen?“ Ich: „Moment, ich zahle in Bitcoins ;-)“

dns-ok.de Trendschau

Das folgende Trendchart zeigt den Verlauf der Google Suchnachfragen rund um den Begriff dns-ok.de. Dahinter steckt der Hype um den Trojaner DNSChanger und die von Telekom, BSI und BKA zur Verfügung gestellte Testseite dns-ok.de. Ein Klick aufs Bild zeigt noch ein paar mehr Details.

Die gelbe Kurve stellt den Trafficverlauf für den Begriff Routenplaner dar und soll als Referenz dienen. Dieser Begriff taucht regelmäßig in den Top Suchlisten der Suchmaschinen auf und gehört zu den am häufigsten abgefragten Begriffen schlechthin. Wenn also ein Suchbegriff im Trafficverlauf diese Kurve kreuzt, dann kann man schon sagen, da ist die Hölle los. Und wie wir sehen können, wurde die gelbe Kurve („Routenplaner“) von der grünen Kurve („dns-ok.de“) am 12. Januar 2012 überholt. Die anderen Kurven zeigen die Suchvolumina und damit das Besucherinteresse für die Suchbegriffe „Virus“, „DNS Changer“ und „DNSChanger“ an.

Schon phänomenal was da im Web abgeht. Telekom und Co. machen mit DNS-OK.de Jagd auf den Trojaner DNS-Changer und alle Medien klinken sich in diese Hetzjagd mit ein. Hauptmotiv hinter dieser multimedialen Anitviren Kampagne ist neben Aufklärung & Schutz der Nutzer vor allem der sich dahinter verbergende Traffic. Im Schlepptau von dns-ok.de gibt es wahre Trafficwunder. Es kann sich also lohnen auf der Welle mitzureiten 😉

News aus Japan

Es gibt Such-Trends, die sind alles andere als erfreulich. So zum Beispiel die Katastrophen-Sequenz in Japan. Natürlich zieht das Unmengen an Suchanfragen nach sich. Presse und Fernsehen stürzen sich darauf, auch Seos machen vor den Nachrichten aus Japan nicht halt und betreiben Katastrophen Optimierung. Keywörter und Phrasen rund um News aus Japan, das Erdbeben, den Tsunami, das Atomkraftwerk und den Super-GAU machen die Runde. Sei es in den Google Serps oder in Google News, alle Parteien kämpfen um die Gunst der Leser bzw um eine entsprechende Besucher-Attraktion. (Im Sinne von Attraktor.) Da fällt es schwer zwischen Anteilnahme und Geschäftemacherei zu unterscheiden. Ich für meinen Teil halte mich aus diesem Katastrophen-Journalismus heraus. Deshalb gibt es jetzt auch keine aktuellen Trends zum Thema, sondern irgendwann mal eine saubere Nachbetrachtung. Den Japanern drücke ich solange die Daumen, dass alles gut geht.

Skihelme liegen im Trend

Bisweilen verblüffen einen die Trends. So hatte ich bei der Horrornachricht vom Althaus Skiunfall an alles mogliche gedacht, nur nicht daran, dass Skihelme zum Verkaufsschlager werden. Würde es die Google Hot Trends auch in Deutsch geben dann wäre das sicher anders gelaufen. Dort erfährt man schon nach 2-3 Stunden von Ereignissen aufgrund eines sprunghaften Anstiegs für bestimmte Suchanfragen.

Weiterlesen …Skihelme liegen im Trend

Google Insights for Search

Welch nette Nachricht. Google hat seine Google Trends aufgebohrt und liefert uns jetzt die Google Insights for Search. Noch mehr Infos, noch mehr Details. Insbesondere für Begriffe mit niedrigerem Suchvolumen ist Google Insights for Search ein echter Fortschritt, hier werden auch noch Daten gezeigt, wo Google Trends schon längst am streiken wäre.

google-insights-grafik.gif

Mich freut’s, kann ich demnächst noch tiefer in Googles Trends herumwühlen und neue Einblicke bekommen. Interessant sind auch die Top Searches und Rising Searches, letzteres erinnert an Googles Hot Trends, nur dass sich bei Google Insights die Tendenzen nicht auf die letzten Tage und Stunden beziehen, sondern auf Vormonat oder Vorjahr.

Stephen Belafonte heiratet heimlich Spice Girl Melanie Brown

Gerade mal wieder die Google Hot Trends besichtigt und auf eine Meldung über Steven resp. Stephen Belafonte gestoßen. Die Internetseite PerezHilton.com hat im Heiratsregister von Nevada entdeckt, dass sich das Spice-Girl Melanie Brown bereits vor über 2 Monaten mit Stephen Belafonte vermählt hat. Melanie habe Stephen am 6. Juni in Las Vegas das Ja-Wort gegeben.

Stephen Belafonte Trend   Steven Belafonte Trend
Hot Trends für Stephen Belafonte       Hot Trends für Steven Belafonte.

Die Hot Trends Suche nach Stephens Namen listet derzeit auf Platz 12 steven belafonte, knapp gefolgt von der Suche nach stephen belafonte, was mal wieder zeigt wir stark die Streuung bei Websuchen sein kann, wenn Namen klanglich nicht eindeutig sind 😉

Das zeigen auch die von Google weiter angeführten Related Searches nach belafonte, stephen belafonte, stephan belafonte, harry belafonte, stephen belafonte harry. Also, Stephen ist die richtige Schreibweise, Steven verstehe ich auch noch, weil phonetisch gleich, aber Stephan ist dann doch schon etwas weiter hergeholt. Man sieht hier sehr schon, dass ab einem gewissen Suchinteresse mit vielen, teilweise weit gestreuten Varianten gerechnet werden muss. Ganz abgesehen von den typischen Rechtschreibfehlern und Vertippern.

Der richtige Vorname lautet also Stephen, eine Google-Suche nach dem falschen Namen Steven Belafonte wird aber ebenso fündig, Google bringt also beide Namen gut zusammen. Warum das so ist, kann man bei einem Blick in den Google Cache erkennen:

Diese Suchbegriffe wurden hervorgehoben: belafonte
Diese Begriffe erscheinen nur in Links, die auf diese Seite verweisen: steven

Weil also so viele Webseiten mit dem falschen Namen auf die entsprechenden Zielseiten verlinken, werden diese auch für den eigentlich falschen Namen gelistet. Ein kleiner Thesaurus dürfte dann die Sache perfekt machen. Also gar nicht so dumm, das kleine Googelein 😉