Webdesign trends

Für den einen ist es Webdesign, für den anderen ist es Web Design, worüber er in den Suchmaschinen gefunden wird bzw gefunden werden mochte. Auf der anderen stehen Personen oder Firmen, mit einem Browser bewaffnet auf der Suche nach Informationen und Hilfen zum Bau ihrer Website.

Webdesign in Deutschland

Die Nachfrage bzgl. Webdesign in Deutschland, zumindest was Google Suchanfragen angeht, scheint rückläufig zu sein. Ein Blick auf die Google Trends macht das deutlich. Das gilt sowohl für die Einwort-Schreibweise „Webdesign“ als auch die getrennte Schreibweise „Web Design“. Grob geschätzt werden 15-20% der Suchen dabei mit der getrennten Schreibweise getätigt.

Ein ganz anderes Bild ergibt sich, wenn wir einmal jenseits des Teichs die Suchanfragen kontrollieren. Hier geht es zwar auch tendenziell mit dem „webdesign“ abwärts, aber im amerikanischen Raum dominiert ganz eindeutig die getrennte Schreibweise „web design“.

Webdesign in USA

Wenn man hier die Großenordungen beider Schreibweisen vergleicht, dann sieht es nach einem noch großeren Unterschied zwischen den beiden Kontrahenten aus als im Deutschen. Das Einzelwort scheint nicht mehr als 5% der Zweiwort-Kombination auszumachen. Und darum ist im Web der Unterschied zwischen Ein- oder Zweiwort Kombination nicht nur beim Suchen, sondern auch beim gefunden werden von entscheidender Bedeutung.

Einkommenssteuer vs Einkommensteuer

Im aktuellen Duden wird zuerst der Begriff Einkommenssteuer gelistet, gefolgt von dem Hinweis auf die alternative fachsprachliche Bezeichnung Einkommensteuer. Gemäß Duden sind also beide Schreibweisen zulässig.

Laut Wikipedia versteht man unter der Einkommensteuer (Abkürzung: ESt) eine Steuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Die Rechtsgrundlage befindet sich im Einkommensteuergesetz (EStG).

Mogliche Erhebungsformen der Einkommensteuer sind die Lohnsteuer, die Kapitalertragsteuer, die Bauabzugsteuer und die Aufsichtsratsteuer. Sie werden auch als „Quellensteuern“ bezeichnet, da sie direkt an der Quelle abgezogen werden.

Dem Wikipedia Eintrag kann man auch den Hinweis entnehmen, dass die Variante mit zwei s in der offiziellen Recht(s)sprache nicht verwendet wird. Interessant ist es nun zu sehen, wie sich das auf die Suchanfragen in Google auswirkt.

Einkommenssteuer Trends
Google Trends Anfrage für Einkommenssteuer vs Einkommensteuer

Der Kurvenverlauf zeigt im Wesentlichen zwei Anstiege bei der Nachfrage, einmal zum Jahreswechsel und einmal zum 31. Mai (offiz. Abgabetermin) hin, der 30. September (bei Abgabe über einen Steuerberater) fällt hingegen nicht auf. Glaubt man den Zahlen von Google Trends, dann sucht die deutsche Bevolkerung ca. 40% seltener nach Einkommenssteuer als nach Einkommensteuer. Witzig, ich frage mich jetzt, warum der Duden dann nicht die geläufigere Variante als Erstes listet.

Lokale Einkommenssteuer Verteilung

Beim Blick auf den regionalen Part der Trendcharts ergibt sich eine kleine Überraschung. Zwar suchen in den großen Städten München, Hamburg und Berlin anteilig die meisten Menschen mit der Schreibweise Einkommenssteuer (blauer Balken), aber zum Osten Deutschlands hin scheinen sich die Verhältnisse der beiden Schreibweisen zu verschieben. In Halle liegen beide Schreibweisen gleich auf, in Dresden und Leipzig überwiegt sogar die Variante mit dem doppelten s.

Anscheinend ist der Osten Deutschlands noch nicht lange genug dem typischen Behorden-Deutsch ausgeliefert gewesen, aber ich rechne auch hier mit wenig Widerstand und baldigen Anpassungen 😉

Dieser Beitrag greift einen Kommentar von Robert Hartl auf, in welchem er auf das obige Wortpaar hinwies.

Meinten Sie Notbook?

Die Suche nach Notebooks im Internet scheint ungebremst und ab und zu schleicht sich schon mal ein Rechtschreibfehler in die Suchanfragen ein. Anstatt Notebook wird in 1-2% der Fälle nach Notbook gesucht. Die Annahme, dass der Suchende bei Eingabe des Begriffs „Notbook“ in Wirklichkeit auf eine kleine portable Rechenmaschine aus ist, liegt nahe. So nahe, dass Google über seine Suchergebnisse noch den Korrekturvorschlag „Meinten Sie: notebook“ stellt und dem Suchenden damit einen guten Hinweis auf einen moglichen Irrtum gibt.

Notbook Trendkurve
Google Trend für notbook(s)

Doch nicht immer muss es sich um einen Irrtum handeln, denn seit einiger Zeit etabliert sich der Begriff auch im Bücher-Sektor. Notbooks sind dort Not-Books, also Nicht-Bücher. Bücher, die es gar nicht gibt. Bücher mit Titeln, die es nicht gibt und Bücher mit Inhalten, die keine sind. Denn ein Notbook ist nichts anderes als ein schick eingebundenes Notizbuch.

Folglich gibt es nun auch User, die nach diesem papiernen Notbook suchen. Und noch besser, es gibt sogar einen Wettbewerb für Notbooks, bei dem nach witzigen Titeln für die Not-iz-Bücher gesucht wird. Ausrichter ist Abebooks, der Wettbewerb endet am 22. April 2007. Wer sich für kreativ hält, der sollte sich dort mal versuchen 😉

Noch eine Randbemerkung zur obigen Trendkurve. Wer dem obigen Link zu den notbook Google Trends folgt, der kann bei der Städte-Statistik eine interessante geographische Häufung entdecken. Spekulation dazu überlasse ich dem geneigten Leser 🙂